Blog

Bleiben Sie mit uns auf dem Laufenden.

Darf es auch ein bisschen Kraft sein?

Eine lange Distanz laufen, hängt sicherlich primär von der Ausdauerleistungsfähigkeit ab. Ein „Mister Olympia“ mit Kürbiskopfgroßem Bizeps, würde somit sicher keine 42 km am Stück laufen – da er eine zu ausgeprägte Muskulatur besitzt, die ihn hindert.

Nichts desto trotz gehört ein vernünftig dosiertes Krafttraining in eine Marathonvorbereitung, da der Marathon natürlich auch für die Muskulatur als solche, höchste Belastung bedeutet.

Arbeitet man die Muskulatur durch ein ergänzendes, regelmäßiges Ganzkörperkrafttraining auf, verbessert sich in der Regel der Laufstil und damit auch die Zeit, die für eine Langstreckendistanz benötigt wird.

Bei dem ergänzenden Krafttraining geht es nicht um den eben erwähnten Bizeps, der auf ein Maximum an Volumen zu pumpen ist, sondern vielmehr darum, die Muskulatur im „inneren“ zu stärken, um der Belastung durch den Langlauf dauerhaft stand zu halten.

Beispiel: Eine gestärkte Körpermitte / Rumpf hilft mir bei einem aufrechten, geraden und stabilen Gang. Es ist nur einleuchtend, dass es gesünder ist 42 km „aufrecht“ zu laufen, als mit krummen Buckel. Durch eine Fehlhaltung, geht sozusagen auch die „Aerodynamik“ verloren und der Körper geleitet nicht so schnell voran.

Die motorische Fähigkeit „Kraft“:

Erst durch eine gewisse Grundkraft und deren Einsatz, werden Bewegungen wie Ziehen, Schieben, Halten und Tragen möglich. Das bedeutet, dass auch die aufrechte Haltung des Körpers eine gewisse Kraft voraussetzt. Sinnvoll ist es in erster Linie die sogenannte „Kraftausdauer“ zusätzlich zu trainieren. Sie sorgt dafür, dass gegen ein Widerstand der Muskulatur gegen eine Last gebildet wird und ein Kraftverlust möglichst spät und gering ist.

Welche Vorteile bietet ein „Kraftausdauer- Training“:

  • leichte (!) Vergrößerung der Muskulatur
  • Verbesserung des anaerob-laktaziden Stoffwechsels
  • bei längeren intensiven Belastungen, wird die Säurebildung verzögert
  • Verbesserte Regenerationsfähigkeit nach intensiven Belastungen
  • Erhöhung der Energiespeicher in der Muskulatur
  • Erhöhung der Widerstandsfähigkeit bei einer Erschöpfung und Ermüdung der Muskulatur
  • Verbesserte Stoffwechselsituation für Binde-, Sehnen und Knorpelgewebe

Achtung: Keine größere „Gewebestraffung oder Definition“ der Muskulatur möglich. Für diesen Zweck muss im sogenannten Hyperthrophie- (Muskelbaufbau) Bereich trainiert werden.

Teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin

Weitere Artikel